Auerwild

Raufußhühner-Auerwild

Das Auerwild zählt gemäß § 2 Abs. 4 Bundesjagdgesetz zum Hochwild: „Zum Hochwild gehören Schalenwild außer Rehwild, ferner Auerwild, Steinadler und Seeadler. Alles übrige Wild gehört zum Niederwild.“ Es unterliegt also dem Jagdrecht. Allerdings ist es aufgrund seines Gefährdungsstatus ganzjährig geschont. Es gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten.

Auerhähne

Abbildung: Links siehst du einen Auerhahn in Ruhestellung, rechts einen Auerhahn bei der Bodenbalz. Auffällig sind die stark ausgeprägten Rosen während der Balz.

Als absoluter Kulturflüchter bevorzugt es naturbelassende Lebensräume, insbesondere Wälder mit einem hohen Bestand and Nadelgehölzen. Daher kommt es noch in einigen Mittelgebirgen, wie bspw. dem Thüringer Wald oder dem Schwarzwald oder in der Alpenregion vor. Der hohe Tourismus- und Freizeitdruck, zusammen mit dem Waldumbau und dem Vorkommen verschiedener Prädatoren, gefährden die Bestände des Auerwildes stark und entziehen dem Auerwild geeignete Lebensräume

Die Einteilung in Hoch- und Niederwild hat einen historischen Ursprung und hat nichts mit der Körpergröße des Wildes zu tun, wie gelegentlich vermutet wird. Das Hochwild umfasst aus ursprünglicher Betrachtung heraus daher Wildarten, auf die die Jagd sehr begehrt und geschätzt war und somit nur dem Hochadel (= Hohe Jagd) vorbehalten war. Die Jagd auf Niederwild war auch dem niederen Adel (= Niedere Jagd) und bestimmten anderen Personengruppen gestattet. Heute sind lediglich die Begrifflichkeiten erhalten geblieben und in § 2 Abs. 4 Bundesjagdgesetz definiert: „Zum Hochwild gehören Schalenwild außer Rehwild, ferner Auerwild, Steinadler und Seeadler. Alles übrige Wild gehört zum Niederwild.“ Du solltest diese Begrifflichkeiten in jedem Fall kennen und benennen können, welche Wildarten zu dem Hoch- und zu dem Niederwild gehören.

Ein wichtiger Begriff im Zusammenhang mit dem Auerwild ist der Schlafbaum. Das Auerwild sucht zum Schlafen und Ruhen Bäume auf – die sogenannte Schlafbäume.

Der Auerhahn ist der größte in Europa vorkommende Hühnervogel mit einem Gewicht von bis zu 5 kg (Hahn) bzw. 2 kg (Hennen). Bei dem Auerwild ist ein stark ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus vorhanden. Henne und Hahn leben polygam, d.h. es gibt keine feste Bindung zwischen beiden Partnern.

Auerhenne

Abbildung: Das Bild zeigt eine Auerhenne. Das Auerwild hat einen stark ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus.