Fasan

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Der Fasan unterliegt dem Jagdrecht und hat eine Jagdzeit. Der Fasan stammt ursprünglich aus Asien, gehört aber mittlerweile fest zu unserem heimischen Wild. Unter den Fasanen gibt es viele verschiedene Rassen, wie beispielweise den Böhmischen Jagdfasan oder den Chinesischen Ringfasan. Viele der Rassen sind durch Kreuzungen aber nicht immer klar voneinander trennbar.

Fasane

Abbildung: Links, der Böhmische Jagdfasan, der auch als Kupferfasan bezeichnet wird; Mitte, ein Chinesischer Ringfasan, der an dem weißen Halsring zu erkennen ist; Rechts, eine Fasanenhenne. Markant sind die Rosen (unbefiederte Stellen rund um bzw. unterhalb des Auges), die während der Balz besonders stark ausgeprägt sind.

Im Zusammenhang mit dem Fasan solltest du in jedem Fall die 5 W’s kennen. Mit den 5 W’s kannst du dir die Bedingungen, die der Fasan an seinen Lebensraum stellt, gut merken.

Die 5 W’s stehen für:

Wiese: In der Wiese findet der Fasan seine Nahrung, wie Samen, Kräuter oder Insekten

Weizen (Feld): Hier findet er neben der Nahrung (Getreide) auch Deckung.

Wald: Der Fasan sucht sich zum Übernachten gerne Bäume in Dickungen (Schlafbäume). Wir kennen das bereits von dem Auerhahn, der ebenfalls Schlafbäume aufsucht. Demnach bietet der Wald dem Fasan also Deckung.

Wärme: Fasane bevorzugen ein warmes Klima.

Wasser: Hier hat der Fasan die Möglichkeit zu trinken und kann das Schilf als Deckung nutzen.

Zusammenfassend können wir also sagen, dass der Fasan sehr abwechslungsreiche und kleinstrukturierte Landschaften bevorzugt und reine Wald- oder Feldreviere für ihn eher ungeeignet sind. Eine Kombination aus 1/3 Wald 1/3 Feld und 1/3 Wiese mit zusätzlichen kleinen Wassergräben und Schilfbereichen ist daher optimal für ihn.

Im Zusammenhang mit den 5 W’s gibt es auch eine gerne gestellte Prüfungsfrage: Welche Hegemaßnahmen gibt es für den Fasan? Dies sind selbstverständlich alle Maßnahmen, die den 5 W’s zutragen und damit den Lebensraum des Fasans verbessern. Beispiele: Anlage von Hecken oder Tränken, Anlage von Wildäckern etc. Aber auch die Bejagung des Raubwildes wäre hier zu nennen.

Fasan

Abbildung: Ein laufender Fasan wird als Infanterist bezeichnet.

Fasane leben polygam, d.h. es gibt keine feste Paarbindung zwischen Henne und Hahn. Es wird ein Geschlechterverhältnis von einem Hahn auf drei bis sechs Hennen in Fasanenrevieren angestrebt. Bei dem Fasan kommt es gelegentlich zum Brutparasitismus, d.h. die Henne legt gelegentlich die Eier in fremde Nester, z.B. in Rebhuhngelege. Eine Henne mit Jungen nennen wir Gesperre. Einen laufenden Hahn Infanterist und mehrere aufstehende (losfliegende) Hähne Bukett.

Gesperre

Abbildung: Eine Henne mit ihren Jungen wird als Gesperre bezeichnet.

Sporn des Fasanenhahnes

Abbildung: Als Sporn wird der Dorn an der Hinterseite des Ständers des Fasanenhahnes bezeichnet.