Luchs

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Raubwild-Luchs
Steckbrief Luchs

Grundlagen. Der Luchs hat 28 Zähne. Zum Nahrungsspektrum des Luchses zählen neben Nagetieren auch Beutetiere bis zur Größe eines Rotwildkalbes. Luchse haben einen weniger gut entwickelten Geruchssinn, wohingegen der Gesichts- und Gehörsinn sehr gut ausgeprägt sind. Die äußerlich markantesten Merkmale des Luchses sind die Pinselohren und die kurze Rute.    

Luchs im Schnee

Abbildung: Sehr schön zu sehen sind die kurze Rute und die Pinselohren des Luchses.

Jagd. Der Luchs ist in § 2 BJG unter den Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, aufgelistet. Er ist aber ganzjährig geschont. In der FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitatrichtlinie) steht er unter den streng zu schützenden Tier- und Pflanzenarten.

Vorkommen. Der Luchs bevorzugt – wie die Wildkatze auch – große, zusammenhängende und störungsfreie Waldgebiete (z.B. Bayerischer Wald, Harz, Thüringer Wald) mit freien Hanglagen, auf denen das Sonnenlicht problemlos bis zum Boden vordringen kann.

Lebensweise. Luchse leben territorial und sind Einzelgänger. Sie sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, suchen aber insbesondere an sonnigen Tagen die freien Hanglagen auf, um sich dort tagsüber zu sonnen. Das Jagdverhalten des Luchses unterscheidet sich grundlegend von dem des Wolfes. So ist der Luchs kein Hetzjäger, sondern ein Jäger, der seinen Beutetieren auflauert und diese damit bei der Pirsch erbeutet. Dabei tötet er seine Beute für gewöhnlich durch einen gezielten Kehlbiss. Zu größeren Rissen kehrt er häufig zurück. Das Beutetier versteckt der Luchs unter Laub und Ästen, um Aasfresser abzuhalten. Neben der aktiv bejagten Beute nimmt der Luchs aber auch Fallwild an.

Fortpflanzung. Die Ranzzeit findet im März/April statt. Nach einer Tragzeit von ca. 73 Tagen werden 2-4 Junge geworfen.