Schritt 2: Sicherheitsüberprüfung

PP Sicherheit

Zur Sicherheitsüberprüfung ist die Waffe aufzunehmen. Bevor das passiert, lässt du dir bitte zu allererst den sicheren Bereich durch den Prüfer / die Prüferin zuweisen.

 

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Prüfling: „Ich führe nun eine Sicherheitsüberprüfung der vorliegenden Waffe durch. Können Sie mir hierzu bitte den sicheren Bereich zeigen?“  

  • Sicherer Bereich: Der Prüfer / die Prüferin weist den von dir linken Bereich als sicheren Bereich aus. 
    • Prüfling: “Der sichere Bereich befindet sich auf meiner linken Seite. Ausreichend Kugelfang ist gegeben, Vorder- und Hintergelände sind frei und keine Personen im Umfeld sind gefährdet.” 

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  • Sichern: Wenn möglich, die Waffe noch im abgelegten / abgestellten Zustand sichern. Ansonsten Waffe aufnehmen und sofort in sicheren Bereich halten und sichern. Wäre der Abzugshahn der Walther PP(K) gespannt gewesen, würde sich die Waffe beim Sichern automatisch entspannen. In der Handhabung zeigen wir dir noch einmal genau, wie das funktioniert. 
    • Prüfling: “Die Waffe ist gesichert und entspannt. Nun kann ich als nächstes das Magazin entnehmen.” 
  • Öffnen: Das Öffnen der Waffe besteht aus zwei Aktionen: Magazinentnahme und dem eigentlichen Öffnen. Als erstes wird immer das Magazin entnommen (Magazinentnahme). Danach wird das Verschlussstück (Schlitten) der Waffe nach hinten gezogen (eigentliches Öffnen).
    • Magazin entnehmen: Hierfür ist der Arretierungknopf zur Magazinentriegelung zu betätigen. Das Magazin wird nach unten freigegeben.
      • Prüfling: “Ich habe das Magazin entnommen, es befinden sich keine Patronen in dem Magazin. Als nächstes öffne ich die Waffe.”

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    • Eigentliches Öffnen: Dafür ist das Verschlussstück (Schlitten) der Waffe mit einer Hand zurückzuziehen. Durch das Zurückziehen des Schlittens wäre eine im Patronenlager befindliche Patrone ausgeworfen worden. Achtung: Die Walther PP(K) hat keinen außenliegenden Schlittenfanghebel und du kannst den Verschluss nicht in der hinteren Position arretieren, wenn das Magazin entnommen ist. Deshalb bleibt sie nur geöffnet, wenn sich das leere Magazin in der Waffe befindet. Auf diese und weitere Besonderheiten der Walther PP(K) gehen wir unter Besonderheiten noch näher ein. 

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  • Entladen: Das Entladen der Waffe hast du in diesem Fall bereits mit der Magazinentnahme und dem Öffnen durchgeführt. Eine geladene Waffe ist zu entladen, sodass keine Patronen mehr im Patronenlager und/oder Magazin vorhanden sind. Da bereits vorher das Magazin entnommen wurde, würde eine noch im Patronenlager befindliche Patrone mit dem Öffnen der Waffe direkt ausgeworfen werden. Das Öffnen und Entladen passieren dementsprechend – nach vorheriger Magazinentnahme – in einem Schritt. Du vergewisserst dich aber trotzdem nochmal mit einem Blick in das Patronenlager, ob sich nicht doch noch eine Patrone im Patronenlager befindet.  
    • Prüfling: “Es befindet sich keine Patronen im Patronenlager. Die Waffe ist nun entladen.“

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  • Laufkontrolle: Der Lauf ist auf Verunreinigungen und Rückstände zu prüfen. Die Walther PP(K) hat keinen außenliegende Schlittenfanghebel. Dementsprechend kann die Laufkontrolle an der geöffneten Waffe nur durchgeführt werden, wenn: Leeres Magazin in Waffe eingesetzt, Verschlussstück nach hinten gezogen [Das Magazin arretiert das Verschlussstück in der hinteren Position!] und Magazin wieder entnommen ist. Sobald das Verschlussstück in der hinteren Position arretiert ist, kann das Magazin wieder entnommen werden und die Waffe bleibt geöffnet. Für die Laufkontrolle kann es auch gewünscht sein, die Waffe zu zerlegen. Wie das geht, zeigen wir dir in dem Video. 
    • Prüfling: “Ich führe eine Laufspiegelung durch. Der Lauf ist frei von Verunreinigungen und Rückständen.”

Besonderheit Walther PP(K): Die Waffe war gesichert, der Verschluss wurde für die Laufkontrolle geöffnet bzw. die Waffe wurde für die Laufkontrolle zerlegt. Dabei spannt sich die Pistole nicht, da sie gesichert war. Um genau zu sein: Der Abzugshahn der Pistole spannt sich nicht. [Vergleiche diesen Unterschied gerne noch einmal mit der Heckler und Koch P 8.] Aber: Der Abzug der Pistole ist dadurch vorgespannt, d. h. er ist leicht nach hinten gezogen. Das ist eine Besonderheit bei der Walther PP(K) im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Waffen. Der Abzug sollte noch entspannt werden. Dafür entsicherst du die Waffe, der Abzug entspannt sich und im Anschluss sicherst du die Waffe sofort wieder. Nun kann es weiter gehen mit der Überprüfung der Kennzeichnung.  

  • Prüfling: “Der Abzug ist nun entspannt. Das erkenne ich daran, dass er jetzt wieder in der vorderen Stellung ist. Ich überprüfe als nächste die Kennzeichnung an der Waffe.”
 
Hinweis: Diese Besonderheit stellen wir dir noch einmal detailliert unter Pistole Walther PP(K)-Besonderheiten der Waffe vor. 

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  • Kennzeichnung: Das Kaliber, sowie die Beschusszeichen und die Waffennummer(n) sind zu überprüfen.
    • Prüfling: “Es liegt eine Pistole des Herstellers Walther im Kaliber 7,65 mm vor. Die Beschusszeichen, sowie die Waffennummer(n) an den wesentlichen Bauteilen sind aufgebracht.”

Prüfling: “Die Sicherheitsüberprüfung ist nun durchgeführt, die Waffe befindet sich jetzt in einem absolut sicheren Zustand.”

Nun wartest du auf weitere Anweisungen des Prüfers / der Prüferin.
Weiter mit Schritt 3: Handhabung oder 4: Beschreibung.

Wichtig: Die Schritte zur Durchführung der Sicherheitsüberprüfung gibt dir der Prüfer / die Prüferin nicht vor! Du musst die Sicherheitsüberprüfung komplett eigenständig durchführen. Bei den Langwaffen hatten wir ja die Eselsbrücken: SSÖEL, SÖSEL oder SOESL. kennengelernt. Diese helfen dir bei den Kurzwaffen auch weiter und du solltest dir diese merken, da dich der Prüfer / die Prüferin maximal auffordert, eine Sicherheitsüberprüfung vorzunehmen.

Aber bei den Eselsbrücken stand doch ein S für den Stecher, den wir hier nicht haben. Wie kann das dann funktionieren?

Ganz einfach:

  • Einen Stecher haben wir bei Kurzwaffen nicht, weshalb wir den Schritt einfach überspringen.
  • Alles andere bleibt wie gehabt, also Sichern, Öffnen, Entladen, Laufkontrolle.
  • Merke dir aber bitte, dass vor dem eigentlichen Öffnen (zurückziehen des Verschlussstückes) das Magazin zu entnehmen ist und, dass mit der Magazinentnahme und dem anschließenden Öffnen, die Waffe entladen ist. Das bedeutet Öffnen und Entladen fallen in einem Schritt zusammen.     

Schritt 2: Sicherheitsüberprüfung 1

Die Aussagen des Prüflings beziehen sich immer auf das Video und beschreiben demnach den Zustand, der in dem Video präsentierten Waffe.